Wie alles anfing…

Der Wunsch nach Tieren war bei mir schon immer vorhanden, aber durch Mann und Kind war ich zeitlich knapp bemessen. Irgendwann erzählte ich einer Bekannten, dass ich gerne auch Meerschweinchen hätte, ½ Jahr später klingelte mein Telefon und mir wurden 2 Meerschweinchenböcke angeboten-„Schnitzel“ und „Döner“ zogen bei uns ein.

Zunächst lebten beide in einem 100 x 80 cm großem Käfig im Wohnzimmer (dieses Dasein dürften wohl sehr viele Kleintiere in unserem Land fristen). Wie ich heute weiß, war dieser Käfig viel zu klein und ohne jegliche Abwechslung für die Tiere. Ich wollte meinen Schweinen mehr bieten, also wurde eine große Gartenblockhütte gekauft. Mein Mann wurde rekrutiert meine Ideen in die Tat umzusetzen. Die Hütte gestalteten wir so, dass ein Bereich für die Schweine abgetrennt wurde. Den Rest des Raumes nutze ich als Lagerfläche für Heu und Holzspäne (Einstreu).

Nun hatte ich endlich PLATZ !

Bei Interesse können Hütte und Auslauf nach telefonischer Absprache gerne in Dortmund besichtigt werden. Kontaktaufnahme über KIS Ruhr.e.V.

Also wurden die Böcke kastriert und „Weiber“ angeschafft (natürlich alle aus dem Tierschutz) und eine große Meerschweinchen Wohngemeinschaft gegründet.
Man lernt aus Unerfahrenheit: Schnitzel und Döner hatten nun heftige Rangkämpfe um ihre Mädels. Die zahlreichen Verletzungen mussten tierärztlich versorgt werden was auch zu einer Trennung der Tiere in 2 Gruppen führte. Je ein kastrierter Bock hatte nun seinen eigenen Harem, wieder musste mein Mann die Hütte umgestalten (danke Jörg!). Es kam eine zweite Stallabteilung hinzu. Diese bauten wir auf 2 Ebenen, aus den Regalen eines schwedischen Möbelherstellers. Die Etagen sind durch Rampen miteinander verbunden. Nun war der Innenstall fertig.

Der Platz muss gefüllt werden!

Zwei weitere Weiber kamen hinzu (Überbleibsel aus Wohnzimmergefängnissen). Im Winter entwickelte ich die Ideen für den Außenbereich. Schließlich sollten die Schweine auch nach draußen können.

Mit Unterstützung meiner Familie entstand so im Frühjahr ein wunderschönes Außengehege von 3 x 4 Metern. Dieses wurde in der Mitte einmal unterteilt, sodass beide Gruppen ungestört von einander ihren Auslauf genießen können. Der Auslauf schließt sich direkt an die Hütte an, um den Schweinen einen Wechsel zwischen Innen- und Außenbereich zu ermöglichen. Das Gehege ist ca. 2 Meter hoch, sodass ich ihn jederzeit betreten kann. Der gesamte Außenbereich ist aus Holz konstruiert und mit feinmaschigem Kaninchendraht (mit Kunststoff ummantelt) ein- und ausbruchsicher gestaltet.

Eine Beschattung des Außengeheges erreiche ich durch ein militärisches Tarnnetz und Himbeersträucher (diese stehen außerhalb des Geheges) im hinteren Bereich des Außengeheges. Bepflanzt ist das Gehege mit Rasen, einer Hängeweide, Bambus und Lampenputzergras (diese sind durch Kaninchendraht gesichert, damit sie überleben). Weiteren Hitzeschutz haben die Schweinchen durch umgedrehte Weidenkörbe.

Selbstverständlich gibt es auch zahlreiche andere Attraktionen zu erkunden, z.B. Ton- und Korkröhren, dicke Stämme und Äste sowie Steine zum Beklettern.

Das Leben Drinnen und Draußen

Im Sommer heizt sich das Blockhaus sehr stark auf, sodass ich die Tiere morgens bereits in das Außengehege lasse und den Zugang in die Hütte mit den Schiebern wieder versperre. Meerschweinchen sind hitzeempfindlich und können daher an einem Hitzschlag sterben.

Durch die schattige Gestaltung des Außengeheges erreiche ich hier bereits angenehme Temperaturen. Bei noch extremeren Witterungen umwickele ich zusätzlich Kühlakkus mit einem Handtuch und lege sie in´s Gehege. Die Schweine genießen es Bauch und Pfoten zu kühlen. Wichtig ist auch immer frisches Wasser und Heu zur Verfügung zu stellen.

Desweiteren füttere ich ständig Grünfutter um auch dem Rasen eine Überlebenschance zu geben.

Meerschweinchen können Temperaturen unter 5 Grad Celsius nur schlecht vertragen. Daher wird die Hütte im Winter durch einen Elektroradiator beheizt.

Bei Interesse können Hütte und Auslauf nach telefonischer Absprache gerne in Dortmund besichtigt werden. Kontaktaufnahme über KIS Ruhr.e.V.